Magic Poetry

 

copyright © Tricia Danby

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Lichtbringer

Einst ich war was ich nun wieder bin,
ein Kind der Göttin - alles hatte für mich seinen Sinn.

Doch damals verstand ich die Ganzheit noch nicht,
alles was für mich zählte war der Weg ins Licht.

Der Weg - so erfuhr ich - auch Dunkelheit in sich trägt,
dies erschien mir nicht richtig und völlig verdreht.

Voll Kummer und Pein da wandte ich mich ab,
stieg' stetig immer tiefer ins Dunkle hinab.

Meine Macht war groß, mein Wille scheins frei,
doch mir war dies so ziemlich einerlei.

Fühlte ich mich doch verraten von Ihr -
nichts konnte mich halten, das Licht erlosch in mir.

Lange wandelte ich in der Finsternis,
an einem Ort den die Seele nie mehr vergisst.

Dort im Glanze der Dunkelheit verstand ich es nun,
zögerte plötzlich und verharrte in meinem Tun.

Schallend brach in Gelächter ich aus,
ein Windhauch trug es in die Sphäre hinaus.

Wie konnte ich es so lange nicht sehen?
Wie hatte ich es einfach übersehen?

Die Dunkelheit doch auch nur ist ein Aspekt, ein Funken des Lichts.
Nun endlich begriff ich die Wahrheit und sandte meinen Kummer ins Nichts.

Meinen Kopf erhoben, da rief ich nach Ihr,
einen Bruchteil später stand sie neben mir.

"Hast Du nun begriffen was wirklich ist?"
"Kannst endlich erkennen wer Du in Wahrheit bist?"

Mit einem Lächeln da nickt ich,
in Ihren Augen erglomm stolz ein Funken des Lichts.

Das Licht das mir einst die Wahrheit versprach,
das Licht mit dem ich so bitterlich damals brach.

Ja, nun verstehe wer ich wirklich bin.
ich bin der Lichtbringer - mein Dasein hat seinen Sinn.

Denn nur wer wandelt auch im Dunkeln der Nacht,
der kann begreifen Ihre Macht.

Nur der kann den Sinn des Ganzen verstehen
und somit die klare Brillianz des Lichtes sehen!


12.07.06

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Kleiner Engel

Mein kleiner Engel weine nicht,
schau mich an - erkennst du mich nicht?

Wieso verzweifelst du und weinst so bitterlich?
Siehst du nicht, dass meine Liebe zu dir spricht?

In jeder Sekunde deines Lebens bin ich bei dir,
gehe durch jede noch so dunkle Gasse deines Lebens mit dir.

Du bist der Grund weshalb es mich gibt!
Du bist der Mensch, den bedingungslos ich lieb!

Dein Schmerz der dich plagt und dir Kummer bringt,
den nehme ich hinfort wie der Wind geschwind.

Mein kleiner Engel siehst du mich nicht?
Ich bin der Windhauch der dich berüht, wenn du einsam bist.

Wenn Kummer und Verzweiflung dich plagen,
wenn Angst und Hoffnungslosigkeit an dir nagen,
dann hauche sanft meinen Namen - ich werde all dies von dir tragen.

Dein Engel bin ich, dein Licht!
Ich bin der, der immer zu dir spricht!
Hörst du mich denn nicht?

Wieso nur weinst du und verbirgst dein schönes Gesicht,
in dem fahlen, verbergenden Dämmerlicht?

Gib mir deinen Kummer, deine Sorgen, deinen Pein -
begreife doch mein kleiner Menschenengel - du bist nicht allein!

05. Juni 2006

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Wieso?

Lauschen möchte ich dem stetigen Rauschen und Flüstern der Welt.
Wieso? Nun, weil es mir gefällt!

Betrachten möchte ich die mannigfaltige Farbenpracht.
Wieso? Nun, weil es mich ganz einfach glücklich macht!

Spüren möchte ich den Puls der Ewigkeit.
Wieso? Nun, weil es mir bereitet innere Glückseligkeit!

Schmecken möchte ich die Bitterkeit und Süße der Wahrheit.
Wieso? Nun, weil es mir bringt die reinste Klarheit!

Verstehst Du diese einfachen Wünsche nicht?
Vielleicht weil es nicht deinem Denken entspricht?

Erkennst Du nicht die Einfachheit der Substanz?
Versteckst Du dich etwa hinter Glitzer, Schein und Brillianz?

Musst Du alles rational erklären was Du nicht verstehst?
Denkst Du nur Du hast den richtigen Weg, den Du begehst?

Glockenhell ertönt mein Lachen,
denn deine Ignoranz lässt mich nichts anderes machen.

Wenn die Stunde gekommen und die Blüten sich neigen,
dann werde ich Dir die Wahrheit zeigen.

Erst dann wird Du sehen und verstehen,
dass letzten Endes alle auf dem gleichen Wege gehen!

11. Mai 2006

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Sternenkind

Blicke in die Nacht,
starre in die Dunkelheit,
nur Schwärze sehe ich um mich herum.

Ich lausche mit jeder Faser meines Seins,
langsam entzieht sich mir die Schwärze,
erblicke neue Nuancen der Nacht.

Meine Augen sind gerichtet zum nächtlichen Firmament,
ein Stern der am Himmel glänzt.
Gebannt und voller Glück schaue ich hinauf.

Wo einer war, sind Tausende nun.
Meine Augen kommen nun gar nicht mehr zum ruhn.
Getragen werde ich, hinauf wo die Sterne sind.

Ich reise mit ihnen durch Zeit und Raum,
bin berauscht,
fühle mich wie ein Sternenkind!

Sternenkind, geborgen in Mutter Mondins Armen,
lasse ich mich wiegen und besingen
und es bringt in mir eine Saite zum klingen.

Nun hab ich ihn gefunden meinen Platz am Firmament,
dass manch einer auch Leben nennt.
Ich glitzere und funkele mit den anderen Sternen
und werde nie aufhören zu lernen.

11. Januar 2004

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Lauschen

Im fahlen Zwielicht der Dämmerung sitze ich da,
still und stumm.

Ich lausche dem Rauschen der Blätter,
verliere mich im Gesang des Windes
der durch die Bäume pfeift.

Ganz still versuche ich zu sein,
mein Atem verlangsamt sich,
mein Herzschlag wird ruhiger.

Still nun - fast lautlos - sitze ich da,
wiege mich vor und zurück
wie ein Strohhalm im Wind.

Ich höre tief in mich rein, lausche
bin ganz ruhig!
Mein Blut rauscht
wie ein Gebirgsbach nach einem Gewitter.

Immer ruhiger werde ich,
lausche, höre auf die Regentropfen
die fast lautlos zu Boden gleiten.

Höre das Crescendo des Aufschlags,
wenn der Tropfen auf die Erde prallt,
das Gurgeln wie er im Boden versinkt.

Heimlich folge ich seinem Weg
durch die Arterien von Mutter Erde,
fließe und schwimme durch die wohlduftende Erde.

Tiefer immer tiefer werde ich gesogen.
Plötzlich Stille um mich herum...

Ich schwebe in völliger Lautlosigkeit!
Kann kaum atmen, bin taub ...

Doch da bemerke ich - es ist nicht lautlos hier.
Sondern ich bin ein Teil des Pulses geworden.

Stetig schlägt der Puls ...
Stille!

15. Januar 2004

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Ins Licht

Im Schatten des Sichelmondes,
da wartest Du auf mich.

Deine Gestalt, versteckt im bleichen Licht.

Langsam, ganz langsam, da näher ich mich.

Konnte mich nicht wehren, Dir nicht entkommen.

Stetig fühlte ich die Zeit,
sie ist nun gekommen!

Stumm und starr steh ich nun da,
blutverkrustet ist mein einst so seidiges Haar.

Der Kampfeslärm er ebbt dahin,
da ich nun auf dem Weg zu Dir bin.

Da trittst Du heraus ins fahle, bleiche Licht,
DU von dem man im Flüsterton spricht.

Ich blicke Dich an, deine dunkle Gestalt.
Näher kommst Du, jeder Schritt in mir hallt!

Du bleibst vor mir stehen,
schlägst die Kapuze zurück ...

Vor mir erstrahlst DU im gleißenden Licht!

"Fürchte Dich nicht! Komm mit mir ins Licht!"

Langsam schließe ich meine Augen,
streck' die Hände Dir entgegen ...

Sanft wie eine Feder berührst Du mich,
ich lächle
und gleite mit Dir ins Licht!

27. Januar 2004

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Negativ?

Negativ und schlecht,
so soll anscheinend alles sein?

Bist du blind und siehst du nicht,
dass das Negative deinen Gedanken entspricht?

Du hoffst und erwartest den Sonnenschein,
denkst aber so gleich an Regen, Hagel und Pein!

Befrei deine Gedanken von Pein, Trauer und Negativem Sein!

Öffne dein Selbst und erblicke die Schönheit, den Sonnenschein in Dir!
Verbanne das Gesagte - und freue dich auf das Jetzt und Hier!

Das Leben kann schöne Seiten Dir bieten, du musst es nur zu lassen und dich dem nicht verschließen!

Blicke hinaus mit Zuversicht und zaubere Dir ein Lächeln aufs Gesicht.
Versprechen kann ich dir dauerhaftes Glück wohl nicht ...
aber immer im Dunkeln ein strahlendes Licht!

Erkenne die Schönheit des Seins,
lebe Dein Leben positiv, trotz manchem Kummer, trotz manchen Peins!

Stetig dein Blick nach vorne gewandt,
das Negative nun sei aus deinem Leben gebannt!

Fortan wir schreiten im Lichte - Hand in Hand!



14. Februar 2006

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Dein Platz ist dort wo dein Herz verweilt,
da spielt keine Rolle Raum und Zeit.

Öffne dein Herz für die wahre Pracht,
denn darin liegt deine eigene Macht.

Höre das Rauschen des Baches so klein,
Blicke hinauf zum Himmel - die Welt die ist dein.

Erkenne dass überall auf der Welt dein Platz ist,
denn einzig und alleine zählt, dass DU weisst wer du bist.

Renn nicht davon in verzweifelter Hast,
erkenne die Schöne des Augenblickes und verweile hier zur Rast.

Du bist mein Engelskind - mein Falke zur Hatz!
Du hast in meinem Herzen - auf meiner Welt - deinen eigenen Platz.

Komm nur zu mir - verweile bei mir!
Dann wirst du sehen und erkennen, dass ich bin bei Dir!

29. Mai 2006

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Herr der Nacht

Spüre hier nun meine Macht,
geb' dich mir hin - empfange die Kraft!

Gerufen hast Du mich in dunkelster Nacht,
nun mache ich Dich zu meinem Spielzeug der Macht!

Hörst du mein finsteres Lachen,
wenn Blitz und Donner aufeinander krachen?

Gerufen hast Du mich in dunkelster Nacht,
nun mache ich Dich zu meinem Werkzeug der Macht!

Fühlst du mein Fleisch, riechst du mein Blut,
wenn ich dich nehme mit Lust und mit Wut?

Gerufen hast Du mich in dunkelster Nacht,
nun mache ich Dich zu meinem Lustobjekt der Macht!

Schmeckst du das Salz deiner Tränen die benetzen dein angst erfülltes Gesicht,
wenn ich nun trete langsam ins dämmrige Licht?

Gerufen hast du mich in dunkelster Nacht,
wolltest einen Hauch von meiner Macht!

Nun liegst Du vor mir - vor Angst erstarrt,
warst ach so in einen Spruch vernarrt!

Mit Blut wolltest du Dich binden an mich,
nun liegst du da - ich blick auf Dich.

Steh' auf kleines Menschenkind
und sei von nun an nicht mehr blind.

Blind vor Eifer, blind vor gewünschter Macht,
denk immer daran ICH bin der Herr der Nacht!

02. Mai 2006

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Held

Kann ein Held sein ganz für sich?
Gäbe es einen Helden – gäbe es die „Monster" nicht?

Ist ein Held nur stark allein?
Kämpfte er nicht besser zu zweit oder gar zu dreien?

Wer sind wir, die wir gehen durch die Kämpfe des Lebens?
Stehen wir nur da und bewundern die Helden des Lebens?

Was sind wir, wenn wir kämpfen gegen Kummer, Trauer und Schmerz?
Sind wir nur die Laune der Natur? Ein billiger Scherz?

Was sind wir, wenn wir bekämpfen die Dämonen der heutigen Zeit?
Sind wir gar Helden? Sind wir gar bereit?

Bereit zu kämpfen, zu lieben, zu sterben?
Werden wir vermachen unsere Kräfte an unsere Erben?

Wer, wenn nicht Helden – frag ich - sind wir?
Wir sind Helden des alltäglichen Lebens – genau das sind wir!

16. Juni 2005

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Mutter Natur

Leise - lausche ... der Wind er rauscht.

Sanft, ganz sanft er deine Sinne berauscht.

Atme – ganz tief ... bis die Luft dich völlig durchdringt,

dir Stärke, Kraft und Ausgeglichenheit wieder bringt.

Sachte – spüre den Zerfall der Zeit,

wenn Fülle langsam wird zur Kargheit versteckt im samtigen Winterkleid.

Wohlig - schmecke die Vielfalt der Natur,

die sich ergibt aus dem Leben in Wald und Flur.

Verneige dich still und demütig vor Ihrer Kraft,

gib dich Ihr hin mit Liebe, Sanftmut und mit all deiner Macht.

Sie wird dich leiten, dich führen und deine Sinne berühren.

Gib dich Ihr hin und du wirst Sie immer sehen und spüren.

Mutter Natur, Sie leitet dich auf all deinen Wegen,

Sie begleitet dich in tiefster Dunkelheit, Sie wärmt dich bei Sturm und bei Regen.

Entzünde den Funken der Wahrheit in dir, beginne zu sehen ...

und vielleicht wirst du dann die Wahrheit des Ganzen verstehen.

24.Oktober 2005

 

 

 

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